Eingelegtes Gemüse – Mixed Pickles im Trend

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Ich mag Gemüse – und kaufe immer zu viel davon. Dann habe ich ein paar Tage keine Zeit oder esse auswärts, und denke mit schlechtem Gewissen an den Blumenkohl, die Karotten und den Kohlrabi, die geduldig auf mich warten.
Oder ich würde gerne spontan zwischenurch mal etwas Gesundes essen. Rohes Gemüse bekommt mir leider nicht, also muss ich es immer erst umständlich zubereiten.

Da ist mir eine alte Zubereitungsart wieder eingefallen – warum nicht mal Gemüse einlegen? Und siehe da, das ist sogar einer der heissesten Trends 2017 – koreanisches Kimchi, japanisches Tsukemono, Mixed Pickles oder gut deutsch sauer eingelegtes Gemüse.

Also habe ich etwas experimentiert…die Zubereitung ist recht einfach und das Ergebnis macht was her.

Das sauer eingelegte Gemüse ist Low-Fat, Low-Carb und Vegan, noch dazu bsonders bekömmlich, da mild gesäuert und vorgegart…was will man mehr!

Das erste Glas habe ich gestern, nach 1 Woche Ziehzeit, geöffnet und schon 2 Portionen verputzt – einmal mit Pellkartoffeln und Quark als Abendessen, einmal gerade eben als Snack. Die Woche Ziehzeit hat dem sauer eingelegten Gemüse aber schon gut getan, direkt nach dem Kochen war es noch sehr sauer und ziemlich hart.

Sauer eingelegtes Gemüse

Für 4 Vorratsgläser á 850 ml

  • 1 Kopf Blumenkohl, ca. 1kg
  • 3-5 Karotten
  • 1-2 Kohlrabi
  • 2-3 Schalotten

Alles Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke teilen. Nach Geschmack kann man auch anderes Wurzelgemüse oder mehr Zwiebeln verwenden – die Gesamtmenge geputztes Gemüse sollte so ungefähr 1,5 kg sein.

  • 500 ml Apfelessig
  • 1 Stück Ingwer, ca. 2 cm in Scheiben
  • 1 Bio-Zitrone, in Scheiben
  • 1 EL Meersalz
  • 1 EL Bunter Pfeffer (ich hatte rosa Beeeren und Langpfeffer)
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 EL Brauner Zucker
  • 3-4 Stängel frischen Rosmarin

Esssig mit 1 L Wasser und allen Gewürzen in einem großen Topf kurz aufkochen lassen, dann das Gemüse hinzufügen und bei geschlossenem Deckel auf geringer Hitze 10 min köcheln lassen.

  • 4 Vorratsgläser á 850 ml mit dichtem Verschluß (am besten Einkochgläser mit Gummiring)

Während dessen die Vorratsgläser und die Gummis so heiß wie möglich abspülen und mit einem frisch gewaschenen Spültuch abtrocknen, dabei so wenig wie möglich direkt anfassen. Damit sollen die Bakterien auf den Gläsern und dem Gummi minimiert werden.

Das heisse Gemüse gleichmäßig in den Gläsern verteilen und mit der heissen Brühe aufgießen – idealerweise sollte alles Gemüse mit dem Sud bedeckt sein.

Ich habe eine große flache Schüssel für das Einfüllen untergestellt – denn die frisch gefüllten Gläser müssen sofort geschlossen und auf den Kopf gestellt werden – dann bildet sich ein Vakuum und das Gemüse bleibt bis zu 6 Monaten haltbar. Das kleckert zunächst ein bisschen, daher ist eine Schüssel darunter ganz praktisch. Ausserdem muss das sauer eingelegte Gemüse dann erstmal auf dem Kopf stehend 2-3 Stunden abkühlen.

Danach kommen die Gläser an einen kühlen, möglichst dunklen Ort – ideal ist ein Vorratskeller.

Ich habe gleich von dem frischen sauer eingelegten Gemüse probiert – da war der Essig-Geschmack noch sehr dominant. Aber nach 1 Woche Geduld ist das Aroma sanfter geworden, auch der Ingwer und die rosa Beeren kommen jetzt gut zur Geltung.

Klassisch kann man das sauer eingelegte Gemüse am Besten zu Kurzgebratenem oder Gegrilltem, zu gratinierten Kartoffeln, asiatisch auch gerne zu Fisch und Reis, essen. Ich nehme mir gerne mal ein paar Stücke als Snack zwischendurch.

Das geöffnete Glas bitte im Kühlschrank aufbewahren, es hält sich dort noch gut 1 Woche, wenn man immer einen frisch gespülten Löffel verwendet.

Als Geschenkidee habe ich auch 1 kleines Einkochglas mit sauer eingelegtem Gemüse gefüllt – das wird mein Mitbringsel für eine Grillparty.

Habt Ihr auch schon mal solche alten Hausrezepte neu probiert?

Guten Appetit und alles Liebe*nika

 

 

 

 

 

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